(E) 
The lab explores “reparations,” and “fractions”, as metaphors and practices that cut across material, ecological and social dimensions. We approach residing in torn realities as an aesthetic and political practice that generates responsibilities and creates new relations between people, materials, and institutions. Students are invited to examine how acts of breaking, mending, and reassembling can become sources of knowledge and how different perspectives are reflecting or reacting to it. Departing from Aristotle’s Nicomachean Ethics (eudaemonia, ergon/function, friendship, virtue, deliberate responsibility, contemplation), we will take a closer look at the ethical questions embedded in acts of fracture and reparation. 

Learning will take place both inside and outside the university, in dialogue with practitioners, institutions, and communities. Encounters may include conservation and preservation practices, reflections on fractured human–non-human relations, or approaches to reconciliation and collective healing in social and political contexts. Practical methods such as repair techniques, alongside artistic and curatorial perspectives, will expand the notion of ruptures into multiple dimensions. 

The course brings these diverse perspectives into transdisciplinary dialogue through experiments, collective discussions, and documentation. Students are encouraged to reflect on how disciplinary techniques can be transferred or transformed across different contexts. Through this combination of fieldwork, artistic practice, and theoretical reflection, the lab provides a space where gaps become a lens to critically examine institutions, infrastructures, and the ways we live and learn together. 

(D) 
Dieses Lab untersucht „Reparationen“ und „Frakturen“ als Metaphern und Praktiken, die materielle, ökologische und soziale Dimensionen durchqueren. Wir verstehen das Leben in zerrissenen Realitäten als eine ästhetische und politische Praxis, die Verantwortlichkeiten erzeugt und neue Beziehungen zwischen Menschen, Materialien und Institutionen schafft. Die Studierenden sind eingeladen, zu erforschen, wie Akte des Brechens, Reparierens und Wieder-Zusammensetzens zu Wissensquellen werden können und wie unterschiedliche Perspektiven darauf reagieren oder sich darin spiegeln. Ausgangspunkt ist Aristoteles’ Nikomachische Ethik (Eudaimonia, Ergon/Funktion, Freundschaft, Tugend, bewusste Verantwortung, Kontemplation). Von hier aus werden wir die ethischen Fragen näher betrachten, die in Akten von Fraktur und Reparatur eingebettet sind. 

Das Lernen findet sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Hochschule statt, im Dialog mit Praktiker:innen, Institutionen und Gemeinschaften. Begegnungen können Konservierungs- und Restaurierungspraktiken umfassen, Reflexionen über gebrochene Mensch–Nicht-Mensch-Beziehungen oder Ansätze zur Versöhnung und kollektiven Heilung in sozialen und politischen Kontexten. Praktische Methoden wie Reparaturtechniken, ergänzt durch künstlerische und kuratorische Perspektiven, erweitern die Vorstellung von Brüchen in multiple Dimensionen. 

Der Kurs bringt diese unterschiedlichen Perspektiven in einen transdisziplinären Dialog durch Experimente, kollektive Diskussionen und Dokumentation. Die Studierenden werden ermutigt, darüber nachzudenken, wie disziplinäre Techniken in verschiedenen Kontexten übertragen oder transformiert werden können. Durch die Kombination von Feldforschung, künstlerischer Praxis und theoretischer Reflexion bietet das Lab einen Raum, in dem Brüche zu einer Linse werden, um Institutionen, Infrastrukturen sowie die Weisen, wie wir zusammen leben und lernen, kritisch zu untersuchen.
Voraussetzungen / ZielgruppenStudierende Major und Minor Transdisziplinarität sowie Minor Transformationen Künste Wissenschaften, geöffnete Lehrveranstaltung
Lernziele / Kompetenzen(E) 
Students will be able to: 
Analyze case studies from museums, cultural initiatives, and community projects, identifying how repair functions materially, socially, and symbolically in each context. 
Experiment with practices connected to ruptures and reparations (mending, storytelling, conservation, mediation) and explore how these can be transferred across disciplines. 
Formulate ethical positions on responsibility, and reparation, drawing on contemporary debates in art, culture, and politics. 

They will develop: 
Transdisciplinary literacy: the ability to navigate and connect diverse disciplinary languages and practices. 
Critical-ethical awareness: sensitivity to the political and ethical stakes of repair in contexts of ecology, heritage, social conflict, and bodily care. 
Practical-experimental skills: competence in hands-on repair techniques (e.g., textile mending, conservation approaches) and their adaptation in artistic research. 
Collaborative competencies: skills in group work and dialogical exchange across different fields and communities. 
Reflexive documentation: capacity to critically record, interpret, and communicate one’s process in hybrid formats (textual, visual, material). 
Contextual adaptability: ability to situate research in specific sites and communities, engaging with local realities while contributing new perspectives. 

(D) 
Teilnehmende sind in der Lage: 
  • Fallstudien aus Museen, kulturellen Initiativen und Community-Projekten zu analysieren und zu erkennen, wie Reparatur in jedem Kontext materiell, sozial und symbolisch funktioniert. 
  • Mit Praktiken im Zusammenhang mit Brüchen und Reparaturen (z. B. Flicken, Storytelling, Konservierung, Mediation) zu experimentieren und deren Übertragbarkeit auf verschiedene Disziplinen zu erforschen. 
  • Ethische Positionen zu Verantwortung und Reparatur zu formulieren, gestützt auf zeitgenössische Debatten in Kunst, Kultur und Politik. 
Sie entwickeln: 
Transdisziplinäre Kompetenz: die Fähigkeit, sich in unterschiedlichen disziplinären Sprachen und Praktiken zu orientieren und diese miteinander zu verbinden. 
Kritisch-ethisches Bewusstsein: Sensibilität für die politischen und ethischen Dimensionen von Reparatur in ökologischen, kulturellen, sozialen und körperbezogenen Kontexten. 
Praktisch-experimentelle Fähigkeiten: Kompetenz in handwerklichen Reparaturtechniken (z. B. textilen Flickarbeiten, konservatorischen Ansätzen) und deren Anwendung in künstlerischer Forschung. 
Kooperative Kompetenzen: Fähigkeiten zur Gruppenarbeit und zum dialogischen Austausch über unterschiedliche Fachgebiete und Gemeinschaften hinweg. 
Reflexive Dokumentationsfähigkeit: die Fähigkeit, den eigenen Prozess kritisch festzuhalten, zu interpretieren und in hybriden Formaten (textuell, visuell, materiell) zu kommunizieren. 
Kontextuelle Anpassungsfähigkeit: die Fähigkeit, Forschung in spezifischen Orten und Gemeinschaften zu verorten, sich mit lokalen Realitäten auseinanderzusetzen und zugleich neue Perspektiven einzubringen.