Blogeinträge von Stefanie Beilstein

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von Stefanie Beilstein - Friday, 2. November 2018, 15:55
Weltweit öffentlich

PROJECT MAP

Ein visueller Canvas für gemeinsames Arbeiten


HMW-Frage

«Wie können wir ein heterogenes Team dabei unterstützen, gemeinsam und gleichberechtigt ein Projekt zu strukturieren?»


Diese Methode soll dabei helfen…

… Projekte mit sehr flachen Hierarchien zu organisieren (z.B. für gemeinnützige Projekte oder private Projekte mit freiwilligem Involvement des Teams).

… Prozesse transparent abzubilden, so dass sich das Team jederzeit im Ablauf orientieren und den aktuellen Stand ablesen kann.

… Projekte während der Umsetzung flexibel und übersichtlich zu halten, so dass das Team ohne grossen Aufwand situativ agieren und reagieren kann.

… Jedem Teammitglied das Selbstbewusstsein zu geben, aktiv im Prozess mitzuwirken und Entscheidungen zu treffen und mitzutragen.


Anwendungsfall 

Ich habe mich dazu entschieden, mein persönliches Gartenprojekt als Ausgangslage zu nehmen. Mit ein paar Freunden zusammen bewirte ich einen Gemeinschaftsgarten auf dem Land eines Kleinbauern. Keiner von uns hat dabei viel Erfahrung mit dem Anbau von Gemüse, sondern sieht den Garten als Chance, einen Tapetenwechsel zum Büro/Akademiker-Alltag zu gewinnen. Wir legen viel Wert darauf, die Natur und die Artenvielfalt in unserem Garten zu schützen und mit Techniken der Permakultur nachhaltig zu gärtnern. Gleichzeitig soll die Gartenarbeit aber auch Spass machen und beruht auf rein freiwilliger Basis. Man muss nur kommen, wenn man Lust hat. 

Vor allem im Frühling stehen dann jeweils kleinere bis grössere Projekte an, die wir möglichst demokratisch und unkompliziert versuchen zu planen. Da sich diese Projekte normalerweise über mehrere Monate ziehen, kann es gut vorkommen, dass die “Verantwortlichen” in entscheidenen Teilphasen nicht können (wegen Ferien oder Prüfungsstress) und diese Projekte dann untergehen, oder nicht optimal weitergeführt werden.

Hier möchte ich mit meiner Methodik ansetzen. Ich will schon in der Projektplanung eine klare Übersicht, über ein Projekt schaffen können, so dass dessen Umsetzung nicht an einer einzelnen Person hängt, sondern vom ganzen Kollektiv über den ganzen Zeitraum getragen werden kann. 

Dieses Teilen von Verantwortung soll dabei nicht prozesslähmend wirken, sondern den Entscheidungsprozesse beschleunigen und eine selbstbewusste, grundlegende Aufmerksamkeit bei den Teammitglieder kultivieren.


Wo stehe ich beim Entwickeln meiner Methodik

Beim Downloading zu meiner Methode haben sich drei Fokus-Punkte ergeben, an denen ich meine Methodik messen möchte:

  1. Begreifen, visualisieren und artikulieren
  2. Gemeinsam und gleichberechtigt arbeiten
  3. Flexibel und justierbar bleiben

1. Begreifen, visualisieren und artikulieren
Um Übersicht zu schaffen und ein gemeinsames Verständnis für das Projekt zu gewinnen wird es eine Form der Visualisierung des Prozesses brauchen. So können Erwartungen und Vorstellungen des Teams synchronisiert werden. 
Hier könnte ein Canvas oder eine Art Domino-Map, die gemeinsam gesetzt wird, ins Spiel kommen. Auf Basis dieses Tools könnte dann das Timing, Ressourcen, Chancen und Gefahren gemeinsam besprochen werden.

2. Gemeinsam und gleichberechtigt arbeiten
Wenn möglich, sollte es keinen klaren Moderator geben. Jede involvierte Person sollte gleichberechtigt am Prozess teilnehmen und keine Teilaspekte des Projektes zugeteilt bekommen, die sie oder er nicht übernehmen möchte. 
Hier stellt sich mir die Frage, inwieweit dies ohne einen Moderator möglich ist. Bzw. ob die Rolle des Moderators vielleicht auch je nach Projekt gewechselt werden kann.

3. Flexibel und justierbar bleiben
Voraussetzungen, Ressourcen und Zeit können sich während des Projektes ändern. Die Methode sollte es ermöglichen, solche Veränderungen mühelos in den Prozess einzuarbeiten und die neue Situation für alle verständlich zu machen. 
Auch hier wäre es für mich wichtig, dass auf vorhandenem Material aufgebaut werden kann, dass, falls es einen Projekt-Canvas gibt, dieser als Ausgangslage dient, angepasst und weiterverwendet werden kann.

Hier stehe ich zur Zeit an
Die Themen Anwendungsfall, Methodik und Toolkit vermischen sich bei mir immer wieder. Die klare Trennung fällt mir dabei noch schwer. Zur Zeit fühlt sich das Projekt auch noch sehr überladen an…
Ich werde mich wahrscheinlich auf einen Teilaspekt des Themas konzentrieren müssen.


Weiteres Vorgehen

  • Ich möchte mich auf einen Teilbereich des Anwendungsfalls beschränken. Momentan tendiere ich dazu, mich auf die Definition den Projekt-Canvas das gemeinsame Ausfüllen zu beschränken.
  • Mentorengespräch und gemeinsames Hinterfragen des Status Quo
  • Prototypen des Canvas erstellen und testen
  • Definieren der Methode zum Ausfüllen des Canvas

Verbunden: Kurs: CAS DM 2018
[ Geändert: Friday, 2. November 2018, 15:58 ]